Sanierungskosten vor der Vermietung geltend machen

Soll eine Immobilie saniert werden, kann der Eigentümer die anfallenden Kosten bereits vor der späteren Vermietung steuerlich geltend machen.

Besonders wenn sich nach der Sanierung nicht gleich ein Mieter findet, ist es gut zu wissen, dass die Ausgaben für die Immobilien bereits vor der Vermietung in der Steuererklärung angegeben werden können. Dies ist jedoch an einige Bedingungen geknüpft.

Zu den im Vorfeld abzusetzenden Kosten gehören u.a. die Kosten für Anzeigen, Makler und fortlaufende Zahlungen für Wasser, Strom und Versicherungen. Das Finanzamt akzeptiert dies allerdings nur, wenn der Eigentümer glaubhaft darstellen kann, dass er wirklich vermieten will. Ist die Einkunftserzielungsabsicht nicht gegeben, fällt der Steuervorteil weg.

Zu diesem Urteil kam jüngst das Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern (Az.: 3 K 44/14). In dem vor Gericht verhandelten Fall besaß der Eigentümer eine Wohnung innerhalb einer Anlage, die in den 70er-Jahren erbaut wurde. Bereits seit Ende der 1990 Jahre stand diese Wohnung jedoch leer, da in der gesamten Wohnanlage ein Sanierungsstau aufgelaufen war.

Seit Jahren befand sich das Gebäude deshalb in einen desolaten Zustand. So gut wie alle Wohnungen waren Bauruinen, die weder bewohnt noch in nächster Zeit vermietet werden konnten.

Da einige Eigentümer nicht mehr auffindbar waren und die vereinbarte Sonderumlage deshalb nicht gezahlt wurde, beschloss die Hausverwaltung, dass eine Sanierung nicht mehr möglich sei.
Der Kläger hatte in dieser Zeit, die sich über Jahre erstreckte, Verluste aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von rund 37.000 Euro in seiner Steuererklärung geltend gemacht.

Das Finanzamt lehnte diese Angaben mit der Begründung ab, es fehle die Absicht, Einkünfte zu erzielen. Das Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern teilte diese Auffassung.

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