Junge Menschen brauchen wieder Kapital für Eigenheime

Das Eigenheim gilt für Viele noch immer als eine der besten Arten der Altersvorsorge und doch können besonders junge Menschen sich diesen Traum immer seltener erfüllen.

Wohneigentum stellt den einzigen Baustein der Altersvorsorge dar, der sich von Schwankungen nicht beeinflussen lassen. Unabhängig von der Rentenhöhe oder steigenden Mietpreisen, hat man durch ein Eigenheim ein großes Stück Sicherheit im Alter erworben. Besonders in einer Zeit in der Lebensversicherungen oder anderweitige Sparpläne angesichts der niedrigen Zinsen keine wirkliche Alternative mehr darstellen, ist es umso wichtiger auf andere Weise vorzusorgen.

Dennoch ist laut einer Studie die Eigentumsquote der Altersgruppe der unter 45-Jährigen zuletzt immer weiter gesunken. Seit Jahren schafft es die Altersgruppe der 25- bis 35-Jährigen immer seltener das Eigenkapital für Wohneigentum zu beschaffen. Auch wenn die niedrigen Zinsen den Bau und Erwerb von Eigenheimen eigentlich ankurbeln sollen, steigen die Preise für Immobilien und damit auch die Kaufnebenkosten. Das von den Kaufinteressenten benötigte Kapital zur Bewilligung einer Finanzierung, reicht immer häufiger nicht aus. Der Rückgang der Eigentümer ist deutlich: Waren es im Jahr 1998 immerhin 23 Prozent dieser Altersgruppe, die über Eigentum verfügten, so sind es heute lediglich 16 Prozent.

Des Weiteren wird der Zeitraum, in dem Eigentum erworben werden kann, immer kürzer. Wer bis zu einem Alter von 45 Jahren noch kein Wohneigentum besitzt, wird es in den meisten Fällen auch später nicht mehr schaffen.
Die Gründe dafür sind neben immer höheren Lebensunterhaltungskosten und den steigenden Immobilienpreisen ebenfalls bei der zögerlichen Vergabe von Bauland in den Kommunen zu finden. Um zumindest einige Hürden aus dem Weg zu schaffen, müssten Immobilienkäufer eine größere finanzielle Förderung erhalten. Denkbar wären direkte Zuschüsse oder Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer.

Da auch die Förderung durch den sogenannten Wohn-Riester keine große Rolle mehr bei der Finanzierung von Immobilien spielt, müssen andere Wege gefunden werden, um mehr Menschen ein Eigenheim zu ermöglichen. Bei dieser Aufgabe sind vor allem auch Bund und Länder gefragt, da dies sonst nicht bewältigt werden kann.

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